Feng Shui Küche: Diese 4 No-Gos machen fast alle und was bei der Planung wirklich zählt

In diesem Beitrag geht es um einen ganz besonderen Raum im Feng Shui: die Küche.

Sie gilt als Herz des Zuhauses und steht energetisch für Gesundheit, Wohlstand und Fülle. Kein Wunder also, dass die Küche für viele Menschen eine zentrale Rolle spielt – manchmal sogar so sehr, dass sie entscheidet, ob eine Wohnung überhaupt infrage kommt.

Ich zeige dir, warum die Küche im Feng Shui so wichtig ist, welche 4 No-Gos ich in fast jeder Küche sehe und welcher hartnäckige Feng-Shui-Mythos bei der Küchenplanung mehr verunsichert als hilft.

Außerdem erfährst du, worauf es bei einer guten Küchenplanung wirklich ankommt. Das ist nämlich etwas, das ich selbst auf die harte Tour lernen musste – und ich habe in meinem Leben schon einige Küchen geplant.

Hier kannst du dir die Podcast Folge anhören:

Inhalt

Warum die Küche im Feng Shui so wichtig ist

Die Küche steht im Feng Shui energetisch für drei Dinge: Gesundheit, Wohlstand und Gemeinschaft.

Wohlstand deshalb, weil der Herd das energetische Herzstück der Küche ist. Er steht dafür, dass du und deine Familie versorgt seid – mit Nahrung, mit Energie, mit Fülle. In vielen alten Feng-Shui-Texten heißt es: Wer seinen Herd pflegt, pflegt seinen Wohlstand.

Gesundheit deshalb, weil wir in der Küche buchstäblich das zubereiten, was in unsere Körper kommt. Und was mich persönlich fasziniert – und was ich im Buch auch beschreibe: Wir übertragen unsere Energie auf das Essen, das wir kochen. Wenn du gestresst und genervt kochst, fließt genau diese Energie ins Essen. Es macht also einen Unterschied, ob du das Essen mit Liebe gekocht hast oder es schnell hingeworfen wurde. Achte beim nächsten Mal bewusst darauf.

Und Gemeinschaft deshalb, weil die Küche in vielen Haushalten der eigentliche Mittelpunkt des Zusammenlebens ist. Nicht das Wohnzimmer, sondern die Küche. Auch wir – mein Mann und unsere beiden Kinder – verbringen die meiste Zeit zu viert in der Küche.

Das bedeutet: Eine Küche, die energetisch nicht stimmt, wirkt sich nicht nur auf das Kochen aus. Sie wirkt sich auf die Gesundheit, das Wohlstandsgefühl und die Qualität des Miteinanders aus.

Im Feng Shui gibt es 4 No-Gos in der Küche, die ich wirklich ganz oft sehe.

Die 4 No-Gos die ich in fast jeder Küche sehe

No-Go 1: Messer offen aufbewahren

Das ist das No-Go, das die meisten überrascht, weil es so selbstverständlich ist, einen Messerblock auf der Arbeitsfläche zu haben oder vielleicht sogar Messer an der Magnetleiste an der Wand aufzubewahren. Das sieht stylisch aus, ist praktisch, aber im Feng Shui sind offene Messer scharfe Energien, die ständig auf uns einwirken.

Auch die Polizei stuft einen offenen Messerblock als schnell zugängliche Waffe ein. Das alleine hat mich damals wirklich zum Nachdenken gebracht. Was wir ständig sehen, wirkt auf unser Unterbewusstsein und scharfe, spitze Gegenstände erzeugen eine angespannte, unruhige Energie.

Die Lösung ist einfach: Messer einfach in einem Einsatz in einer Schublade verstauen. Da findest du beim Schweden und Co. günstige Lösungen, aber ich habe dir hier auch meinen eigenen im Amazon Store verlinkt.

No-Go 2: Vollgestellte Arbeitsflächen

Die Küche ist ein Raum, wo sich schnell mal was ansammelt. Kaffeemaschine, Toaster, Airfryer, Obstschale, Brettchen, Gewürzregal, Küchenrolle, Zeitungen, Bastelsachen … und plötzlich gibt es kaum noch freie Arbeitsfläche.

Im Feng Shui gilt: Zugestellte Flächen blockieren die Energie. Und das ist hier nicht nur energetisch gemeint, es ist auch ganz praktisch. Wenn du keine freie Fläche zum Arbeiten hast, stresst dich das Kochen schon, bevor du anfängst.

Eine gute Faustregel ist: Was du nicht mindestens dreimal die Woche brauchst, gehört in einen Schrank. Der Airfryer, der nur am Wochenende läuft? In den Schrank. Der Standmixer, der einmal im Monat herauskommt? In den Schrank.

No-Go 3: Abgelaufene Lebensmittel

Gehe deinen Kühlschrank und deine Vorratskammern regelmäßig durch und sortiere abgelaufene Lebensmittel aus. Das klingt banal, aber abgelaufene, vergessene Dinge sind im Feng Shui ein klassisches Zeichen für stagnierende Energie. Und die willst du nicht dort haben, wo es um Wohlstand und Gesundheit geht. Auch ich muss mich da immer wieder erinnern und habe oft das Gefühl, ich hätte es ja gerade erst gemacht, und finde dann wieder etwas, das schon länger abgelaufen ist.

Wenn du für Fülle in deiner Küche sorgen möchtest, dann stell eine Schale mit frischem Obst, frische Blumen oder einen Topf Küchenkräuter auf. Das bringt vitale, lebendige Energie in die Küche und sieht wunderschön aus.

No-Go 4: Die falsche Farbe

Schwarze Küchen sind schon seit einiger Zeit ein Trend. Ich verstehe den Reiz, sie sehen wirklich toll aus. Aber im Feng Shui ist Schwarz das Wasser-Element. Und Wasser löscht die Feuerenergie des Herdes, also Wohlstand und Fülle. Das gilt auch für Blau als Küchenfront.

Das bedeutet nicht, dass du deine schwarze Küche sofort herausreißen musst. Im Feng Shui gibt es fast immer eine Möglichkeit auszugleichen. Und hier ist sie: Das Holz-Element vermittelt zwischen Wasser und Feuer. Also: ein Holzboden, Holzregale, Schneidbretter aus Holz, Küchenkräuter und Pflanzen – all das bringt die Balance zurück.

Auf der anderen Seite: Eine rote Küche ist auch nicht zu empfehlen. Rot verstärkt die Feuerenergie der Küche noch weiter. Das führt zu energetischem Übermaß, kann zu Unruhe führen. Und was ich wirklich interessant finde: Nicht umsonst setzen Fast-Food-Ketten Rot so bewusst ein. Es steigert den Appetit und erzeugt Ungeduld. Beides nicht das, was du in deiner Küche willst.

Die besten Farben für eine Küche sind warm und hell: Erdtöne, helle Neutraltöne, ein sanftes Gelb, das Kommunikation und gute Laune fördert.

Was wirklich bei der Küchenplanung zählt

Lass uns auch noch mit einem Mythos aufräumen, der sich hartnäckig hält und gleichzeitig über das sprechen, was ich wirklich für wichtiger halte.

Und zwar wird von vielen Feng-Shui-Beratern empfohlen, den Herd in bestimmte Himmelsrichtungen zu stellen.

Ja, ich habe sogar schon Wohnungen gesehen, die nach einer Feng-Shui-Beratung einen Herd schräg eingebaut hatten, damit er in die richtige Himmelsrichtung ausgerichtet ist.

Wenn du mich schon ein Weilchen kennst, weißt du, was ich von solchen Feng-Shui-Maßnahmen halte, nämlich gar nichts. Aber ich kann jeden verstehen, der verunsichert ist, weil es mir am Anfang genauso gegangen ist.

Und ich habe von ganz vielen gehört, dass genau solche seltsamen Methoden, die dazu führen, dass deine Küche völlig verplant, hässlich und unverkäuflich ist, viele an Feng Shui zweifeln lassen und sie sich dann davon wieder abwenden, obwohl sie am Anfang total begeistert waren.

Wenn dein Herd verdreht in der Küche steht, weil er in eine bestimmte Richtung zeigen soll, erzeugt das mehr Irritation als Wohlstand. Feng Shui soll das Leben leichter machen, nicht komplizierter.

Genauso der Mythos mit dem Spiegel hinter dem Herd, der den Wohlstand verdoppeln soll. Was du damit tatsächlich erreichst, ist eine zu starke Feuerenergie, die zu Unruhe führen kann. Und ehrlich gesagt: Es würde seltsam aussehen.

Funktionale Küchenplanung

Über die Jahre habe ich schon einige Küchen für mich selbst geplant und Fehler gemacht, die mich im Alltag wirklich genervt haben.

Meine Empfehlung: Achte also auf die gängigen Planungsempfehlungen:
wie das Arbeitsdreieck, in dem Herd, Spüle und Kühlschrank in einem optimalen Winkel zueinander stehen, für einen effizienten Arbeitsfluss.

Was ich konkret gelernt habe:

Erstens: Genug Arbeitsfläche zwischen Herd und Spüle. Das klingt selbstverständlich, aber in vielen Küchen ist dieser Bereich viel zu schmal. Du brauchst Platz, um heiße Töpfe abzustellen, um vorzubereiten, um zu arbeiten.

Zweitens: Genug Stauraum. Lieber eine Küche, die etwas schlichter aussieht, aber wirklich genug Schränke hat, als eine, die toll fotografiert, aber im Alltag nicht funktioniert.

Drittens – und das ist mein persönliches Lieblingsthema: Steckdosen. Plant mehr Steckdosen, als ihr glaubt zu brauchen. Meine erste Küche wurde von einem Tischler gemacht und er hatte mir damals vor sehr langer Zeit wirklich nur 4 Steckdosen eingeplant. Das war im Alltag super frustrierend und musste dann nochmals angepasst werden.

Und viertens: Der Herd sollte nicht zu nah am Kühlschrank stehen.
Das ist nicht nur ineffizient, was den Strom angeht, weil der Kühlschrank neben dem Herd mehr Energie braucht, sondern auch energetisch, weil Feuer und Wasser im energetischen Konflikt stehen.

Eine Küche, die funktional gut geplant ist, macht das Kochen leichter, entspannter und freudvoller. Und das ist letztlich auch Feng Shui: Du schaffst einen Raum, der dich unterstützt, statt dich zu behindern.

Die wichtigsten Feng-Shui-Tipps für deine Küche

Hier sind die wichtigsten Punkte aus diesem Beitrag noch einmal für dich zusammengefasst:

Die Küche steht im Feng Shui für Gesundheit, Wohlstand und Gemeinschaft und gilt als Herzstück des Hauses.

Die 4 häufigsten No-Gos sind, Messer offen aufzubewahren, vollgestellte Arbeitsflächen, abgelaufene Lebensmittel und die falsche Farbe, vor allem Schwarz und Rot.

Bei der Planung oder Umgestaltung zählt weniger die Herdrichtung in eine bestimmte Himmelsrichtung, sondern praktikable Planung wie das Arbeitsdreieck, genug Arbeitsfläche an der richtigen Stelle, ausreichend Stauraum, genug Steckdosen und der richtige Abstand zwischen Herd und Kühlschrank.

Und wenn du verstehen möchtest, wie Feng Shui in deinem ganzen Zuhause wirkt – nicht nur in der Küche – dann schau dir meinen kostenlosen Workshop an. 30 Minuten, konkret, mit Bildern. Du findest ihn hier.

Kennst du schon...