Nina ist seit 16 Jahren Raumgestalterin. Sie betritt eine Praxis, ein Büro, eine Wohnung und weiß innerhalb von zwei Sekunden, was dort nicht stimmt. Genau dieses Gespür hat sie beruflich erfolgreich gemacht.
Nur in ihrem eigenen Zuhause hat es ihr lange nicht geholfen.
Nina lebt mit ihrem Mann Christoph, einem ganzheitlichen Physiotherapeuten, und ihren drei Kindern Noah (11), Lina (8) und Greta (4) in einem 100 Jahre alten Mietshaus in der Nähe von Pforzheim. Sie räumte um, sortierte, stellte um und trotzdem kehrte keine Ruhe ein.
„Es hat sich ganz kurzen Moment immer ganz okay angefühlt und dann stimmte es aber nicht mehr.“
Hier kannst du dir die Podcast Folge anhören:
Inhalt
Der blinde Fleck beim eigenen Zuhause
Nina wusste nicht, woran es lag. Sie spürte nur: Irgendetwas gehört hier nicht mehr hin.
Nach zwei Umzügen war plötzlich alles in das eher praktisch geschnittene Haus mitgezogen und nichts passte mehr richtig zusammen.
Auf Feng Shui ist sie durch Zufall gestoßen, über Instagram. Erst beim dritten Mal hat sie den Feng-Shui-Test gemacht und dann gleich den kostenlosen Workshop angeschaut. Was sie überzeugt hat:
„Ich hatte nicht das Gefühl, da wird mir was verkauft, wovon ich nachher gar nichts habe.“
Feng Shui war für sie komplettes Neuland. Was sie bisher von Feng Shui kannte war, dass es ums Wohnen und Energie ging und Dinge wie die winkende Katze. Und die fand sie “viel zu laut, zu kitschig“.
Der Moment, der wirklich hart war
Zu Beginn ging Nina das Thema noch sehr technisch an: Richtung hier, Material dort, Menge passend, fertig. Doch dann kam im Kurs WohlfühlZuhause der Moment, der alles verändert hat.
Ihr wurde bewusst, dass die schiere Menge an Dingen in ihrem Haus, mitgeschleppt aus zwei Umzügen, die weder sie noch ihr Mann Christoph loslassen konnten, mit einem inneren Mangelgefühl zusammenhing. Geprägt aus ihrer eigenen Kindheit.
„Das war wie so eine Klatsche ins Gesicht.“
Besonders schwer wog für sie die Erkenntnis, dass sie als Raumgestalterin genau das bei anderen sofort sieht, aber bei sich selbst nicht wahrnehmen, geschweige denn benennen konnte. Die Scham darüber, dass ihr das entgangen war, traf sie hart. Ihr ging es danach zwei Wochen lang auch gesundheitlich nicht gut.
Aber dann kam die Befreiung.
„Vorher war ich immer nur so, ich habe die Dinge hier gedreht und bewegt. Aber dann war der Punkt gekommen, dass ich endlich sagen konnte: Ich gehe es jetzt an.“
Vom Erkennen zum Loslassen
Was folgte, war ein sehr konkreter Prozess des Aussortierens. Ihre gesamte Sammlung an Innenarchitektur-Fachbüchern, die sie jahrelang aufgebaut hat (auch als unbewussten Beweis ihrer fachlichen Kompetenz), hat sie komplett verschenkt und einer Hochschule gespendet.
„Mir fehlt es auch tatsächlich nicht, weil ich vom Inneren her weiß: Ich kann das.“
Auch die alte, aber gut erhaltene Ledercouch, die jahrelang im viel zu kleinen Kinderzimmer eingelagert war, hat einen neuen Platz im Wohnzimmer gefunden, während die ungeliebte, durchgesessene Couch endlich gehen durfte. Ein Loslassen, das ihr nicht leichtfiel, denn die alte Couch hatte ja „mal Geld gekostet“. Genau dieses Festhalten am Materiellen hat sie als Energieblockade erkannt:
„Wenn wir an allem festhalten, egal ob Geld oder Dinge, dann wird nichts in den Flow kommen, sondern dann stockt alles.“
Auch der vollgestopfte Keller wurde neu organisiert, damit dort wirklich nur noch Platz hat, was die Familie aktuell braucht. Und in der Küche und im Wohnbereich wurden offene Flächen bewusst reduziert. Die Familie hat erkannt, dass sie viel mehr visuelle Ruhe braucht, als ihnen bewusst war.
Selbst der Hauseingang bekommt heute eine andere Aufmerksamkeit:
„Heute nehme ich mir ganz bewusst die paar Minuten und denke mir, das ist jetzt wichtig. Das macht eine andere Energie für unser Zuhause.“
Ihre Erfahrung mit dem Kurs WohlfühlZuhause
Für Nina als dreifache Mutter mit eigenem Unternehmen war eines besonders entscheidend: kein Druck, kein fixer Zeitplan.
„Das war für mich die oberste Priorität. Ich wollte abends einfach nett dasitzen und sagen: Okay, ich guck mir jetzt noch ein Modul an.“
Anfangs empfand sie Themen wie das Bagua oder die Energiezahlen als recht komplex, doch durch den Austausch in den Live-Calls, in denen reale Räume von Teilnehmerinnen besprochen wurden, hat sich vieles für sie sortiert. Sie hat dabei auch gemerkt: Die eigentliche Herausforderung beginnt nicht beim Lernen, sondern bei der Umsetzung.
Ein wichtiger Lernpunkt für sie: Man muss nicht alles aus den Modulen im eigenen Zuhause umsetzen.
„Es ist einfach eine Toolbox. Und man nimmt sich aus dieser Toolbox die Dinge raus, die sich grade richtig anfühlen.“
Das musste sie sogar am eigenen Leib erfahren: Als sie zu viele Bereiche gleichzeitig veränderte, fühlte sie sich davon regelrecht energetisch lahmgelegt. Schritt für Schritt, statt alles auf einmal.
Wie Feng Shui heute ihre Arbeit prägt
Nina ist seit eineinhalb Jahren selbstständig und hat sich auf Arbeitswelten spezialisiert. Von der Einzelpraxis bis zu größeren Unternehmen. Und sie sagt offen: Ein Austausch mit einer anderen Innenarchitektin hätte ihr diesen Blick nie eröffnet.
„Wir sind da zu nah am Gleichen dran. Es braucht oft diesen Blick von außen.“
In ihrer Arbeit sieht sie immer wieder dieselben Muster: viel zu harte Kontraste, Reinweiß, anthrazitfarbener Boden, Edelstahlgeländer, in denen sich niemand wirklich ankommen fühlt. Oder Pflanzen, die längst nicht mehr leben, aber trotzdem stehen bleiben, „weil wir die schon immer hatten“.
Ihr Fokus liegt heute ganz klar auf dem Menschen, nicht auf dem Raum an sich:
„Es geht nicht um den Raum, es geht nicht um die Stühle, es geht nicht um die Wandfarbe. Sondern als Erstes: Was braucht der Mensch dort?“
Dabei fließen Feng-Shui-Prinzipien heute ganz selbstverständlich in ihre Arbeit ein: mehr Grün, eine bewusste Berücksichtigung der Himmelsrichtungen, mehr Ausgleich zwischen den Elementen.
Nina ist überzeugt, dass besonders Frauen in Arbeitswelten oft übersehen werden, etwa wenn es um die unterschiedlichen Energiephasen im weiblichen Zyklus geht, und bringt genau dieses Bewusstsein mit in ihre Projekte.
„Ich kann das gar nicht mehr ganz genau trennen von dem, was ich tue und was Feng Shui ist. Es hat sich wirklich miteinander vernetzt.“
Ihr Rat an alle, die zögern
Auf die Frage, was sie anderen mitgeben möchte, die mit dem Gedanken spielen, sich näher mit ihrem Zuhause zu beschäftigen, hat Nina eine klare Antwort:
„Man hat ja auch nichts zu verlieren. Schlechter kann’s jetzt nicht werden, eher erkennst du noch mehr Dinge.“
Für sie war die größte Veränderung nicht die neue Couch oder der aufgeräumte Keller, sondern etwas viel Grundsätzlicheres: sie hat viel über sich selbst gelernt und sich selbst zu erlauben, Entscheidungen zu treffen und sie auch konsequent umzusetzen.
„Das schlummert nicht mehr so lange in mir. Ich gehe die Dinge eher an.“
Über Nina: Nina ist Raumgestalterin mit Sitz in Kieselbronn bei Pforzheim (zwischen Karlsruhe und Stuttgart) und auf die Gestaltung von Arbeitswelten spezialisiert: von der Einzelpraxis bis zu größeren Unternehmen. Sie arbeitet sowohl vor Ort als auch online. Mehr zu ihrer Arbeit findest du auf ihrer Website: Nina Hammer Design.
Erkennst du dich in Ninas Geschichte wieder? Dieses Gefühl, dass du dein Zuhause schon zigmal umgestellt hast und trotzdem nie richtig ankommst? Dann liegt es vermutlich nicht daran, dass du etwas falsch gemacht hast. Es hat einfach noch der richtige Blick gefehlt.
Trag dich gerne unverbindlich auf die Warteliste für WohlfühlZuhause ein, und ich melde mich bei dir, sobald du dich wieder anmelden kannst: evatitze.at/warteliste.

