In diesem Beitrag geht’s um ein Thema, das wir im Alltag oft komplett unterschätzen: nämlich um die Bilder an unseren Wänden in unserem Zuhause oder auch Büro. Denn auch wenn wir sie nicht mehr bewusst wahrnehmen, beeinflussen sie unsere Energie – viel stärker, als wir denken.
Ich teile mit dir hier die größten Feng Shui No-Gos bei der Bildauswahl. Wir schauen uns an:
- warum bestimmte Kunstwerke uns unbewusst Kraft rauben,
- ob du dir Bilder von Verstorbenen aufhängen sollst
- und was überdimensionale Hochzeitsbilder energetisch aussagen.
Also, lass uns starten – und vielleicht gehst du danach ja mal mit ganz neuen Augen durch deine Räume.
Hier kannst du dir die Podcast Folge anhören:
Inhalt
Wie Bilder auf dich wirken
Bilder sind nicht nur Deko. Sie beeinflussen unsere persönliche Energie.
Sie senden Schwingungen, sie transportieren Botschaften – und sie beeinflussen deine Stimmung jeden Tag, auch wenn du sie eigentlich gar nicht mehr bewusst wahrnimmst.
Viele Bilder, die bei uns zuhause hängen, haben eine starke Bildsprache und bei vielen meiner Kursteilnehmerinnen erlebe ich es immer wieder: Wir machen und oft gar keine Gedanken darüber, was sie uns sagen.
Fehler Nummer 1: Bilder mit negativer Bildsprache
Ein großer Fehler, den ich oft sehe: Es wird ein Bild aufgehängt, weil es „künstlerisch wertvoll“ ist oder oft auch einfach, weil wir es haben.
Aber niemand fragt sich: Wie fühle ich mich wirklich, wenn ich dieses Bild anschaue?
Ich hatte zum Beispiel mal eine Kundin, die ein sehr auffälliges Gemälde im Arbeitszimmer hängen hatte.
Darauf war ein Vogel zu sehen, dem die Kehle zugedrückt wurde.
Ein extrem kraftvolles, verstörendes Motiv. Der Künstler wollte damit auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen – und das ist natürlich total legitim.
Kunst darf und soll berühren, aufrütteln, Fragen stellen.
Aber: Wenn du dir so ein Bild jeden Tag anschaust – z. B. in deinem Homeoffice –, dann beeinflusst das deine Energie. Und zwar dauerhaft.
In einer Ausstellung bist du diesem Bild vielleicht fünf Minuten ausgesetzt. Zuhause – jeden Tag.
Das geht tief. Und du spürst es oft erst, wenn du es mal abgehängt hast.
Fehler Nummer 2: Bilder von Verstorbenen, wenn sie dich traurig machen
Wenn ein geliebter Mensch wie unser Kind, Partner, Eltern oder auch ein Haustier geht, bleibt oft das Bedürfnis, diese Verbindung sichtbar zu halten.
Und viele stellen sich dann die Frage: Wohin mit den Fotos? Darf ich sie aufhängen? Und wenn ja – wo ist der richtige Platz dafür?
Das ist ein sehr sensibles Thema – und es gibt hier kein richtig oder falsch.
Es kommt ganz darauf an, was dieses Bild in dir auslöst, wenn du es siehst.
Für manche ist es tröstlich, das Foto täglich anzuschauen. Es spendet Nähe, vielleicht Frieden oder Dankbarkeit und hält die Erinnerung lebendig.
Aber ich erlebe auch immer wieder das Gegenteil: dass so ein Bild eher schwer wirkt. Dass es mit jedem Blick wieder an den Schmerz erinnert – an das, was fehlt. Und diese Schwere kann sich dann auch auf die Raumenergie übertragen.
Deshalb ist mein Impuls an dich: Schau wirklich ehrlich hin – was fühlst du beim Anblick dieses Fotos?
Hängt es da, weil du es wirklich sehen möchtest?
Weil es dir guttut und dich stärkt?
Oder hängt es da, weil du denkst, es „gehört sich so“? Oder weil du Angst hast, sonst etwas oder jemanden zu vergessen?
Aus Feng-Shui-Sicht – und auch aus energetischer Sicht – empfehle ich immer:
Nur dann sichtbar aufhängen, wenn es dir positive Energie schenkt.
Wenn du beim Anschauen Liebe, Ruhe oder Dankbarkeit empfindest, dann ist das Foto genau richtig, wo es ist.
Wenn du aber merkst, dass dich das Bild eher traurig macht oder runterzieht, dann ist es völlig okay, es an einen ruhigeren Ort zu legen.
Vielleicht in ein Erinnerungsalbum, in eine schöne Box oder in eine kleine Gedenkecke, die etwas geschützter liegt – an einem Ort, der sich für dich stimmig anfühlt. Aber eben nicht direkt im Eingangsbereich oder im zentralen Wohnraum wie dem Wohnzimmer.
Denn unser Zuhause sollte uns täglich Kraft geben.
Und auch für Gäste ist es oft angenehmer, wenn sie beim Ankommen nicht sofort mit Trauer oder schwerer Energie konfrontiert werden.
Also, spür gut hin – und triff die Entscheidung nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus deinem Herzen heraus.
Denn genau darum geht’s auch im Feng Shui: Dinge bewusst zu wählen, die dich in deiner Energie stärken.
Fehler Nummer 3: Großformatige Hochzeitsbilder oder Personenbilder
Jetzt wird’s spannend – denn das ist ein Bildtyp, den ganz viele in ihren Räumen haben: das Hochzeitsbild.
Hochzeitsfotos im Zuhause zu zeigen, ist eine wunderschöne Sache – aber es kommt auf die Größe und den Ort an, die über die Energie, die du dadurch erzeugst, bestimmen.
Was oft passiert: Das Hochzeitsbild hängt riesengroß über dem Bett oder dominiert das Wohnzimmer.
Und energetisch gesehen passiert dann Folgendes:
Es entsteht ein Ungleichgewicht mit dem Fokus auf die Beziehung. Andere Lebensbereiche kommen zu kurz.
Es entsteht Druck – das Gefühl, immer so glücklich, so perfekt sein zu müssen wie an diesem einen Tag.
Das kann auch bei deinen Gästen als unangenehm und manchmal auch als zu intim empfunden werden.
Und besonders im Schlafzimmer wirkt es oft wie eine „Beobachtung von außen“. Intimität? Schwierig, wenn ein übergroßes Foto einen ständig anlächelt.
Auch psychologisch betrachtet kann ein überdimensionales Hochzeitsbild die eigene Entwicklung blockieren. Es suggeriert: Das ist unser Idealbild – und alles andere muss sich daran messen.
Mein Tipp: Wenn du dein Hochzeitsbild gerne zeigen möchtest – mach es kleiner.
Wähle einen Rahmen, der zur Raumgröße passt, und kombiniere es gerne mit anderen Bildern aus eurem gemeinsamen Alltag: Reisen, glückliche Momente mit Familie und Freunden.
So erzählst du nicht nur die Geschichte eurer Hochzeit – sondern die eurer Beziehung.
Wie du Bilder wählst, die dich stärken
Zum Abschluss will ich dir noch einen kleinen Impuls mitgeben.
Wenn du Bilder auswählst – egal ob Kunst, Fotografie oder Erinnerung –, stell dir immer eine Frage:
„Was löst dieses Bild in mir aus – jeden Tag, wenn ich daran vorbeigehe?“
Fühlst du dich gestärkt? Berührt? Leicht?
Oder zieht es dich runter, stresst es dich, erinnert dich an etwas, was du eigentlich loslassen willst?
Feng Shui bedeutet, dass du dir der Wirkung der Bilder bewusst wirst.
Bilder sind wie stille Mitbewohner – sie reden nicht, aber sie senden. Und du reagierst darauf – egal, ob du es merkst oder nicht.
Also: Wenn du heute nur eine Sache mitnimmst, dann diese:
Wähle deine Bilder so, wie du deine Freunde auswählst.
Mit Gefühl, mit Bedacht – und mit der Frage: Tun sie mir gut?