Ausmisten mit Feng Shui: Warum dein Gerümpel dir nicht nur Platz wegnimmt, sondern dich auch ausbremst

In diesem Beitrag geht es ums Ausmisten. Aber nicht im Sinne von Ordnung machen oder Schränke aufräumen. Sondern um etwas, das viel tiefer geht.

Wir werden uns 3 wesentliche Punkte des energetischen Ausmistens ansehen und warum manche Dinge in deinem Zuhause dich nicht nur Platz kosten, sondern dich wirklich ausbremsen.

Warum sie dich daran hindern, der Mensch zu sein, der du gerne sein würdest bzw. warum dich dein „ganzes Zeug“ einfach nur müde macht und du am liebsten alles nehmen und in einen großen Container werfen würdest.

Hier kannst du dir die Podcast Folge anhören:

Inhalt

Warum Gerümpel dich energetisch blockiert

Wenn du schon mal ausgemistet hast, dann kennst du sicher dieses leichte Gefühl, das du hinterher hast.

Das liegt daran, dass Gerümpel direkt auf die Energie in deinem Zuhause wirkt.

Aber was ist Gerümpel eigentlich? Es sind Dinge, die du schon seit längerer Zeit nicht mehr genutzt hast, die kaputt sind oder die dir weder nützen noch Freude bereiten.

Und ja, was für dich Gerümpel ist, mag für jemanden anderen genau das sein, was er gesucht hat oder worüber er sich freut.

Daher heißt es nicht, dass du dein Gerümpel auf den Müll schmeißen musst, sondern einfach nur aus deinem Zuhause entfernen solltest.

Und das wirkt sich, je nachdem, wo sich das Gerümpel befindet, auf ganz bestimmte Lebensbereiche aus.
Ich habe es selbst und bei meinen Kursteilnehmerinnen immer wieder erlebt: Sobald du ausmistest, kommt die Energie wieder ins Fließen.

Geld kommt in dein Leben, Familienmitglieder, die sich schon seit Jahren nicht mehr gemeldet haben, stehen plötzlich vor der Türe.

Deine vollgestopften Schränke und zugestellten Oberflächen sagen dem Universum, dass du keinen Platz für Neues hast.

Sobald du aber anfängst, deine Räume zu befreien, machst du Platz. Für neue Möglichkeiten, neue Menschen und Energie in deinem Leben.

Es gibt 3 Arten, wie Gerümpel energetisch auf dich wirkt.

Kategorie 1: Einfach zu viel

Fangen wir mit der vielleicht offensichtlichsten Kategorie an. Wir haben schlicht und einfach zu viel.

Studien zeigen, dass sich die Anzahl der Gegenstände in einem durchschnittlichen Haushalt seit den 1970er-Jahren von einigen 1000 auf 10.000 Dinge erhöht hat. Der Grund sind der Massenkonsum und die Globalisierung, die Kleidung, Elektrogeräte, Deko und Spielzeug super günstig werden haben lassen.

Kleidung und Konsumgüter sind so günstig geworden, dass wir mehr kaufen, als wir brauchen. Mit Folgen für die Menschen in den Produktionsländern, für die Umwelt und für unsere eigene Energie zu Hause.

Denn all diese Dinge können wir gar nicht regelmäßig benutzen. Wir tragen nur etwa 20 % unserer Kleidung.

Und unzählige Küchengeräte, der Reiskocher, der Mixer, den wir unbedingt haben mussten, verschwinden nach zweimaligem Gebrauch in der Abstellkammer.

Ich finde, das hat nichts mit Minimalismus zu tun. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man in kahlen Wohnungen mit drei Tellern und einem Löffel lebt oder ob man in einem Zuhause wohnt, in dem einen das ganze Zeug erstickt und aus allen Schränken quillt.

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich Teenager war, gab es noch keine Billigklamotten und man hatte einfach von allem viel weniger.

Und auch wenn ich an meine Kinder, die jetzt 8 und 11 sind, denke. Die Flut an Spielzeug bei jedem Anlass wie Geburtstag, Nikolaus und Weihnachten.

Jeder möchte etwas schenken, von Freunden bis zu Verwandten. Da ist es manchmal schwer, überhaupt noch einen Wunsch zu finden.

Als ich noch Kind war, gab es oft etwas, das ich mir gewünscht habe und nicht bekommen habe.

Und genau das habe ich auch in einer Umfrage, die ich in meiner Instagram-Story gemacht habe, von euch zurückgemeldet bekommen: Es ist einfach alles zu voll. Das Zuhause ist für das viele Zeug zu klein und im ganzen Zuhause ist Spielzeug am Boden verteilt.

Wir als Eltern haben es in der Hand, wie viel ins Haus kommt. Ein bewusster Umgang mit Konsum beginnt schon beim Schenken.

Zum Beispiel: Schenke Erlebnisse statt Dinge. Essensgutscheine, eine Massage für Erwachsene, einen gemeinsamen Ausflug für Kinder. Das bringt kein neues Zeug ins Haus und hinterlässt trotzdem bleibende Erinnerungen.

Dieses ganze Zeug tut dir nicht gut und hält dich zurück.

Fange also am besten sofort an und lade dir dazu gerne meine kostenlose Checkliste zum Ausmisten Raum für Raum herunter und lass die Energie in deinem Zuhause wieder fließen. Du findest die Checkliste hier.

Kategorie 2: Dinge, die dich in deinem alten Ich festhalten

Kommen wir zur zweiten Kategorie des Gerümpels, das dich ausbremst. Und zwar sind das Dinge, die dich energetisch in der Vergangenheit und in negativen Emotionen festhalten.

Dein Zuhause spiegelt die Person wider, die du bist. Oder genauer gesagt: die Person, die du warst, als du diese Dinge angeschafft hast.

Aber mit der Zeit verändern wir uns genauso wie unsere Lebenssituation und unsere Bedürfnisse.

Und wenn die Dinge um uns herum das nicht widerspiegeln, halten sie uns in einer alten Version von uns fest.

Konkret: Die Kleidung vom alten Job, die du seit Jahren nicht mehr trägst, aber aufhebst, weil sie so teuer war. Die Designerhandtasche aus der Zeit, bevor die Kinder kamen, die jetzt im hintersten Regal verstaubt.

Die Bücher aus dem Studium, die du nie wieder aufschlagen wirst. Die Möbel aus deiner ersten Wohnung, die nicht mehr zu dir passen und irgendwo einen Platz gefunden haben, wo sie am wenigsten stören.

Diese Dinge sind energetisch mit deinem alten Ich verbunden. Und sie können dich daran hindern, die Person zu werden, die du gerne sein möchtest und es aber bisher einfach nicht geschafft hast, egal, wie sehr du an dir gearbeitet hast.

Wenn du dich also nicht wirklich auf eine neue Beziehung einlassen kannst, dann schau dir dein Zuhause bewusst an, ob du noch Erinnerungen an vergangene Beziehungen findest.

Vielleicht das Foto vom Ex, das noch immer im Schlafzimmer liegt. Die gemeinsamen Urlaubs-Souvenirs.

Die Dinge, die ihr zusammen gekauft habt und die dich jedes Mal, wenn du sie siehst, in eine alte Energie zurückziehen. Gerade wenn du offen sein möchtest für etwas Neues, ist es wichtig, diese Anker zu lösen.

Das heißt natürlich nicht, dass du alles wegwerfen musst. Trenne dich von Gegenständen, die dich im Alltag belasten.

Bewahre nur die Erinnerungen auf, die sich neutral oder dankbar anfühlen, und sortiere alles aus, was Schmerz, Wut oder Trauer auslöst.

Aber wenn du sehr negative Erfahrungen gemacht hast, wenn du beispielsweise schlimm betrogen und verletzt wurdest, dann räume Erinnerungsstücke am besten mindestens zeitweise weit weg oder entsorge sie zum Selbstschutz gleich ganz.

Kategorie 3: Dinge, die dich energetisch runterziehen

Die dritte Kategorie von Gerümpel, das dich ausbremst, ist etwas, das wir wirklich fast alle zu Hause haben und uns oft gar nicht bewusst ist.

Es geht um Dinge, die uns negative Gefühle machen.

Zum Beispiel das Bild im Wohnzimmer, das dein Freund mitgebracht hat, als ihr zusammengezogen seid, und das dir noch nie gefallen hat, weil es düster und unfreundlich wirkt, du ihm aber zeigen wolltest, dass dir seine Bedürfnisse wichtig sind.

Gerade in Räumen, wo sich mehrere Familienmitglieder aufhalten, ist es wichtig, dass sich alle darin wohlfühlen.

Oder du hast eine wunderschöne Orchidee auf der Fensterbank, ein Geschenk von Tante Helga, und jedes Mal, wenn du sie siehst, denkst du an den letzten Familienstreit.

Was wir täglich sehen, wirkt auf unser Unterbewusstsein. Und zwar auch dann, wenn wir es nicht aktiv wahrnehmen.

Dazu gehören auch Geschenke, die dir nie gefallen haben. Es fällt uns schwer, sie wegzugeben, weil wir nicht undankbar sein wollen.

Aber dein Zuhause ist dein Platz. Der Ort, an dem du dich wohlfühlen sollst.

Das Ziel eines Geschenks war es, dir eine Freude zu machen. Wenn es das nicht tut, darfst du es weitergeben. Im besten Fall freut sich jemand anderer daran.

Und dann gibt es noch kaputte Gegenstände. Die Kaffeemaschine, die schon seit Monaten nicht mehr richtig funktioniert. Das Regal, das schief hängt. Die Lampe, die flackert.

Kaputte Dinge geben uns ein unterschwelliges Gefühl von Verfall. Als würde im Hintergrund ständig etwas nicht stimmen.

Setz dir eine Deadline, bis zu der du es entweder reparieren lässt, oder es kommt weg.

Was darf bleiben

Jetzt habe ich dir erklärt, was weg soll. Aber ich möchte dir natürlich auch zeigen, was bleiben darf, nämlich:

Alles, was dich heute noch wirklich freut oder dir einen Nutzen bringt, wie zum Beispiel Werkzeug oder Putzmittel. Umgib dich mit Dingen, die zu der Person passen, die du sein möchtest.

Alles, was dir ein gutes Gefühl gibt, wenn du es siehst.

Schau dich gleich mal in dem Raum um, in dem du dich gerade befindest, und nimm alles ganz bewusst wahr und stelle dir die Frage: „Macht mich das glücklich und entspricht es der Person, die ich gerne sein möchte?“

Warum fällt uns das Loslassen so schwer

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Als ich Kind war, hatten wir nicht viel Geld.

Ich habe früh gelernt, Dinge wiederzuverwenden und nichts wegzuwerfen. Das hat mir viel gegeben.

Ich bin dadurch sehr lösungsorientiert geworden. Aber es hat auch dazu geführt, dass ich lange das Bedürfnis hatte, alles aufzuheben. Für den Fall, dass ich es doch noch mal brauchen könnte.

Seit ich verstehe, wie sich das energetisch auswirkt, fällt es mir leichter. Aber leicht ist es trotzdem nicht immer. Drei Dinge machen das Loslassen besonders schwer.

Erstens: Erinnerungen. Hinter vielen Dingen stecken Geschichten und Menschen. Aber die Erinnerung bleibt, auch wenn der Gegenstand geht. Das ist wirklich so.

Zweitens: Schuldgefühle bei Geschenken. Hier hilft mir immer dieser Gedanke: Das Ziel des Geschenks war es, mir eine Freude zu machen, nicht, mich zu belasten.

Und drittens die Vielleicht-doch-noch-mal-Falle. Das Zelt im Keller, das seit zehn Jahren nicht benutzt wurde.

Sei ehrlich: Wie realistisch ist es, dass du es noch verwendest?

Methoden, die wirklich funktionieren

Es gibt viele Wege beim Ausmisten. Zwei davon möchte ich dir kurz vorstellen.

Die KonMari-Methode von Marie Kondo: Du trägst alle Dinge einer Kategorie zusammen, also erst alle Kleidungsstücke, dann alle Bücher usw. und fragst dich bei jedem Teil: Bringt es mir Freude?

Was ich daran schätze, ist der Gedanke, gleiche Dinge an einem Ort aufzubewahren. Was mich persönlich überfordert, ist der Gedanke, alle Bücher aus dem ganzen Haus zusammenzutragen.

Wenn du ähnlich tickst, nimm den Grundgedanken mit und passe die Methode an dich an.

Bei der Raum-für-Raum-Methode nimmst du dir ein Zimmer nach dem anderen vor. Aber teile es in machbare Pakete auf. Fang nur mit einer Schublade an. Schritt für Schritt ist nachhaltiger als alles auf einmal und dann mittendrin aufgeben.

Drei Tipps, die bei beiden Methoden helfen:

Stell dir den Wecker auf 15 Minuten oder eine Stunde. Das nimmt den Druck.

Bereite vier Kisten vor: Behalten, Wegwerfen, Verschenken und Unentschlossen. Die Unentschlossen-Kiste schaust du nach ein paar Monaten noch mal durch.

Und verschenke oder spende statt zu verkaufen. Der Aufwand des Verkaufens ist meistens größer als der Gewinn.

Der Moment, wenn der Altkleidersack in die Tonne fällt und ich die Klappe hochschiebe, ist jedes Mal unglaublich erleichternd. Probiere es aus.

Der beste Trick zum Loslassen

Zum Schluss möchte ich den einen Tipp mit dir teilen, der mir persönlich am meisten hilft, wenn ich wirklich nicht loslassen kann:

Ich stelle mir vor, ich würde umziehen.

Als wir für ein Jahr in die USA gegangen sind, haben mein Mann und ich zu zweit nur sieben Koffer mitgenommen. Sieben Koffer für ein ganzes Jahr.

Ich habe wirklich nur meine allerliebsten Dinge eingepackt. Und es hat sich großartig angefühlt. So leicht. So frei.

Stell dir also vor, du würdest umziehen und könntest nur das mitnehmen, was dir wirklich wichtig ist. Was würdest du einpacken? Und was würdest du guten Gewissens zurücklassen?

Die Antwort auf diese Frage zeigt dir sehr klar, was wirklich einen Platz in deinem Leben verdient.

Wo anfangen

Im Feng Shui empfehle ich zwei Startpunkte besonders.

Den Eingang, weil er entscheidet, welche Energie in dein Zuhause fließt. Das habe ich in diesem Beitrag auch ausführlich erklärt.

Und das Schlafzimmer, weil wir dort ein Drittel unseres Lebens verbringen und es der am meisten vernachlässigte Raum ist.

Kein Besuch kommt rein, also schleicht sich das Gerümpel unbemerkt ein.

Du kannst aber auch einfach dort anfangen, wo du dich am unwohlsten fühlst. Hauptsache, du startest.

Ausmisten: Learnings und Tipps auf einen Blick

Nochmals die wichtigsten Learnings und Tipps aus diesem Beitrag für dich zusammengefasst:

Gerümpel blockiert die Energie in deinem Zuhause und wirkt sich je nach Ort auf deine Lebensthemen aus.

Es gibt drei Arten von Dingen, die weg dürfen: zu viel von allem, Dinge, die dich in deinem alten Ich festhalten, und Dinge, die dich energetisch runterziehen.

Loslassen ist emotional und das ist vollkommen normal. Die Erinnerungen bleiben, auch wenn der Gegenstand geht.

Starte klein. Eine Schublade, 15 Minuten. Hauptsache, du startest.

Und die beste Frage beim Ausmisten: Macht mich das glücklich, wenn ich es ansehe?

Ausmisten ist eines der wirkungsvollsten Dinge, die du für dein Zuhause und dein Leben tun kannst. Fang am besten heute noch an, wenn auch nur mit einer einzigen Schublade.

Und wenn du tiefer einsteigen möchtest, wie Feng Shui in deinem ganzen Zuhause wirkt, schau dir gerne meinen kostenlosen Workshop an. 30 Minuten, konkret, ganz einfach erklärt mit vielen Bildern. Du findest den Workshop hier.

Kennst du schon...