Feng Shui auf kleinstem Raum: So schaffst du positive Energie in 1-Zimmer-Wohnungen, WGs und Tiny Houses

Worauf solltest du achten, wenn du Feng Shui anwenden möchtest, aber auf sehr kleinem Raum wohnst – wie zum Beispiel in einer Einraumwohnung oder vielleicht sogar in einem Tiny House? Auf Instagram bekomme ich zu diesem Thema regelmäßig Fragen, deshalb gebe ich dir in diesem Beitrag 5 Feng Shui Tipps mit und zeige dir auch einen häufigen Fehler, den ich immer wieder sehe, den du aber unbedingt vermeiden solltest, wenn du dich auf kleinem Raum energetisch optimal einrichten möchtest.

Und ich bin mir sicher, dass du dir auch einiges mitnehmen kannst, wenn du doch mehrere Räume zuhause hast – denn vor allem Tipp Nr. 4 ist einer, den ich meinen Kunden immer gerne mitgebe, da er generell einfach einen riesigen Unterschied macht. 

Hier kannst du dir die Podcast Folge anhören:

Inhalt

Wohnen auf kleinstem Raum

Feng Shui funktioniert auch in einer Einzimmerwohnung oder in einem Tiny House – denn nur weil du auf kleinstem Raum wohnst, heißt das nicht, dass diese Maßnahmen nichts bringen oder nicht angewendet werden können. 

Während manche aus finanziellen Gründen auf kleinstem Raum wohnen, entscheiden sich andere ganz bewusst dazu – und zwar weil man minimalistisch wohnen möchte und bewusst auf die ausgeprägte Konsumkultur, in der wir leben, verzichtet. Das Wohnen auf kleinem Raum hat aber auch noch weitere Vorteile: Man verbringt so nämlich weniger Zeit mit Putzen und Zusammenräumen und hat kürzere Wege. Wenn du also noch aus finanziellen Gründen klein wohnst, versuche doch einmal die positiven Seiten zu sehen. 

Wohnen auf kleinstem Raum bedeutet, dass du einen Raum hast, der für die unterschiedlichsten Aktivitäten funktionieren muss. Hier wird geschlafen, gegessen, gekocht, gearbeitet, aber auch Freunde kommen auf Besuch. In größeren Wohnungen oder Häusern haben wir Wände und Türen, die unsere verschiedenen Aktivitäten voneinander trennen. 

In Einraumwohnungen verschwimmen diese Funktionen oft miteinander und wenn man vom Bett aus den Arbeitsplatz sieht, könnte es durchaus sein, dass man ständig an die Arbeit denkt.

Tipp Nr. 1: Bereiche schaffen

Der erste Tipp, den ich dir mitgebracht habe, ist also, Bereiche zum Schlafen, Essen und Wohnen – also deine Couch – zu schaffen. Dein Schlafbereich sollte Yin-geprägt und privat sein und der Bereich, wo du isst oder wo deine Couch steht, eher öffentlich. Du kannst diese Bereiche auf unterschiedliche Weise definieren bzw. abtrennen. Zum Bett könntest du einen Vorhang aufhängen oder diesen Platz mit Bücherregalen oder Sideboards abtrennen, aber auch Holzleisten können Bereiche voneinander trennen und lassen trotzdem noch Licht durch. 

Bei sehr wenig Platz kannst du deine Zonen auch über Teppiche definieren. Ein richtiges Unterteilen mit Vorhängen ist meistens nur für den Schlafbereich sinnvoll, denn du möchtest ja deinen Raum nicht in Mini-Räume zerstückeln. Das erzeugt eher Platzangst als ein schönes Wohngefühl. Es darf ruhig offen sein, aber über Gruppierung und Teppiche zu Zonen zusammengefasst werden. Ich habe dir dazu ein eigenes Pinterest-Board angelegt, damit du dich inspirieren lassen kannst. Hier gelangst du direkt zum Board: Pinterest Board.
Super als Inspirationsquelle ist übrigens auch Ikea. Dort findest du sehr gute Lösungen, wie du auf kleinem Raum viele Aktivitäten unterbringen kannst. 

Tipp Nr. 2: Multifunktionale Möbel nutzen

Und das führt uns auch schon zum zweiten Tipp, den ich für dich mitgebracht habe, nämlich: Schaffe dir multifunktionale Möbel an, also Möbelstücke, die mehrere Funktionen haben. Du kannst zum Beispiel anstelle von einer Sitzbank im Essbereich eine Kommode mit Laden verwenden und so Stauraum schaffen. Wenn du sowieso immer auf deinem Notebook arbeitest, muss es nicht immer ein eigener Schreibtisch sein. Es ist völlig in Ordnung, deinen Esstisch auch als Schreibtisch zu verwenden, wenn du darauf achtest, Freizeit und Arbeit über Routinen klar zu trennen. Dazu kommen wir dann im nächsten Tipp.

Wenn du einen eigenen Arbeitsplatz mit Bildschirm haben möchtest, dann versuche dir diesen Arbeitsplatz trotzdem so wohnlich wie möglich einzurichten. Es muss nicht der klassische Schreibtischstuhl mit hoher Lehne sein. Es gibt auch Schreibtischstühle mit Textilbezug, die mehr wie ein Esszimmerstuhl aussehen. Und nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen ist eine Rückenlehne gar nicht zwingend erforderlich.

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Tipp Nr. 3: Routinen etablieren

Wenn du Möbel mit mehreren Funktionen hast, dann habe ich schon erwähnt, dass Routinen ganz wichtig sind – was auch mein dritter Tipp ist. Mit Routinen kannst du für dich klare Grenzen zwischen Freizeit und Arbeiten schaffen. Beispiele für solche Routinen sind, dass du dein Bett direkt nach dem Aufstehen mit einer Tagesdecke und hübschen Kissen von privat zu öffentlich umgestaltest. Darunter fällt aber auch, dass du dein Frühstücksgeschirr wegräumst, bevor du dich mit deinem Notebook an den Esstisch setzt. Wenn du einen eigenen Arbeitsplatz hast, hilft es auch hier, wenn du ihn möglichst wohnlich gestaltest und dann deine Arbeitsmaterialien in geschlossenen Regalen und Laden außer Sichtweite verstaust.

Tipp Nr. 4: Geschlossenen Stauraum schaffen

Mein vierter Tipp für positive Energie in kleinen Räumen ist geschlossener Stauraum, um visuelle Ruhe zu erzeugen – denn ein offenes Bücherregal mit vielen bunten Büchern und Deko wirkt schnell sehr unruhig, was gerade in kleinen Räumen zusätzlich beklemmend wirken kann. Ich hatte zum Beispiel immer ein Regal voller Bücher, weil ich es nicht nur liebe Bücher zu lesen, sondern sie auch gerne um mich habe. Ich habe dann aber festgestellt, dass sie mir in unserem Wohnzimmer einfach eine zu unruhige Energie schaffen.

Aus diesem Grund habe ich in erster Linie mal ordentlich ausgemistet und mich von unzähligen Büchern getrennt, die mir entweder nie besonders gefallen haben oder die nicht mehr zu meinen jetzigen Werten oder der aktuellen Lebensphase passen. Den Rest meiner geliebten Bücher habe ich in geschlossenen Schränken verstaut – und liebe es so. Wenn du also offene Regale verwendest, die vielleicht auch als Raumteiler dienen, dann versuche, sie zu dekorieren und nicht als Stauraum zu verwenden. Lass hier gerne mal etwas Leere entstehen. Das gibt uns das Gefühl, dass wir Platz haben, anstatt auf vollgestopfte Regale zu blicken, die uns die Luft zum Atmen nehmen (also mir zumindestens 😅).

Tipp Nr. 5: Verwende ein einheitliches Farbkonzept

Mein fünfter Tipp für kleine Räume ist ein einheitliches Farbkonzept. Während du Bereiche zwar einerseits abgrenzen oder  zusammenfassen möchtest, ist es auch wichtig, dafür zu sorgen, dass die Energie von Bereich zu Bereich fließen kann. Jede Farbe entspricht unterschiedlichen Energien im Feng Shui. Wenn du einen Bereich in Rot, den anderen in Blau und dann noch einen in Grün machst, erreichst du zu starke energetische Barrieren, die den Raum ungemütlich und hart machen. Verwende also ein einheitliches Farbkonzept – am besten mit hellen, neutralen Farben oder einer Farbfamilie und zusammenpassenden Materialien, die den gesamten Bereich miteinander verbinden und so eine Einheit bilden. 

Diesen Fehler solltest du vermeiden

Zum Abschluss möchte ich dir noch den Fehler nennen, der ganz häufig gemacht wird, den du aber unbedingt vermeiden solltest:

Bei sehr wenig Platz ist es eine super Idee, auch die Wände über Regale und Schränke als Stauraum zu nutzen, also in der Vertikalen zu denken. Ikea hat da immer super Lösungen. Was du aber unbedingt vermeiden solltest, sind Regale, die über deinem Bett oder Sitzplatz hängen – egal ob Esstisch oder Couch – denn dadurch wird unser steinzeitliches Gehirn getriggert, weil wir unbewusst davon ausgehen, dass etwas auf uns fallen könnte. Auch, wenn es sicher montiert ist, wirst du Stresshormone produzieren, die dich weniger tief schlafen lassen oder du wirst dann einfach nicht gerne an deinem Esstisch sitzt. 

Wenn du also im Pinterest-Board über einem Ess- oder Schlafplatz Regale findest, geht es mir in den Beispielen meist um die Gesamt- oder Teillösung. Du lässt diese Regale bei dir dann am besten einfach weg.

Ich hoffe du hast dir ganz viel mitnehmen können aus diesem Beitrag. Schau gerne auf meinem Pinterest-Board vorbei, in dem ich dir ein paar Beispielbilder zusammengesucht habe. Wenn du eine Freundin hast, für die dieser Beitrag nützlich sein könnte, leite ihn sehr gerne weiter.

😍 Tipp: Speicher dir den Blogpost auf Pinterest, um später noch mal darauf zurück zu kommen.

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